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Happy Saturday Reader! Donnerstagabend. Mein Ringlicht ist an, das Skript steht in den Sprechernotizen, und meine geklonte Stimme wartet in ElevenLabs. Ein schneller Upload meiner Texte, und ich selbst müsste keine Videos mehr aufnehmen. Ich hasse es, mich auf Video aufzunehmen. Und trotzdem habe ich auf Aufnahme gedrückt. Dabei hatte mir KI in dieser Woche schon so viel Zeit gespart. Donnerstagabend, kurz vor der Aufnahme. Begeisterung sieht anders aus. Sieben Videos. Und plötzlich baut Claude meine Folien. In ein paar Wochen startet meine neue Masterclass. Dafür musste ich sieben Videos vorbereiten: zwei zum Onboarding und fünf rund um meinen Digital Fluency Flywheel™. Das Material hatte ich größtenteils schon. Aber die Inhalte mussten aktualisiert und die Präsentationen alle neu gestaltet werden. Ich habe mit Claude zunächst meinen Präsentationsstil entwickelt und dann gemeinsam mit ihm das Curriculum und die Sprechskripte überarbeitet. Und dann habe ich etwas ausprobiert, das mich wirklich überrascht hat: Ich habe Claude gebeten, aus meinen Skripten direkt die PowerPoint-Präsentationen zu erstellen. Wenige Minuten später waren die Folien da, sogar mit den Sprechskripten in den Sprechernotizen. Ich konnte sofort mit meinem Probedurchlauf starten. Natürlich war nicht alles perfekt. Manche Sätze klangen überhaupt nicht nach mir, andere Folien waren überflüssig. Also habe ich meine Kommentare einfach direkt in die Sprechernotizen geschrieben: „@Claude Folie raus.“ „@Claude Das ergibt keinen Sinn.“ „@Claude Hier fehlt ein Beispiel, guck mal im Ordner Masterclass.“ Claude hat all die Änderungen in Nullkommanix umgesetzt. Die ersten Folien waren noch ziemlich textlastig. Ich bin keine Designerin und ziemlich schlecht darin, meine visuellen Ideen in Worte zu fassen. Also habe ich Claude Beispiele von Präsentationen und Visuals hochgeladen, die mir gefallen. Das Ergebnis war erstaunlich gut. Früher hat mich eine Präsentation mindestens einen halben Tag gekostet, von meinen Notizen bis zum fertigen Design. Dieses Mal haben mich sieben Präsentationen inklusive Feedback-Loops maximal einen halben Tag gekostet. Das finde ich krass. Und sie sind so viel besser, als ich sie je hätte designen können. Am Ende habe ich den gesamten Prozess in einem Claude Skill gespeichert. Das ist eine wiederverwendbare Anleitung, mein Playbook sozusagen. Damit weiß Claude beim nächsten Mal schon, wie ich meine Präsentationen aufbaue und in welchem Branding ich sie gestalte. Das gilt auch für Transferaufgaben und Guides. Natürlich muss man den Content vorher haben. Den hatte ich, weil ich diese Masterclass schon seit mehreren Jahren unterrichte. Aber wenn man ihn hat, geht es wirklich super schnell. Und dann kam der Teil, den ich am liebsten abgegeben hätte Die Präsentationen waren fertig. Die Skripte standen. Jetzt musste ich „nur“ noch die Videos aufnehmen. Aber alleine vor einer Kamera zu sitzen und in ein kleines schwarzes Loch zu sprechen? Überhaupt nicht mein Ding. Stundenlang immer wieder dasselbe sagen und mich dann (noch schlimmer) hundertmal selbst im Video angucken, weil ich mich versprochen habe. Also lag die Idee nahe: Warum nicht auch das an KI abgeben? Meine Stimme habe ich bereits in ElevenLabs geklont. Ich hätte nur alle aktualisierten Skripte hochladen müssen. Oder gleich meinen Avatar verwenden können, den ich bereits fertig in HeyGen habe. Technisch wäre das kein großes Problem gewesen. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Meine Bitkom-Masterclass ist eine super kleine Gruppe von Menschen, mit denen ich über mehrere Wochen extrem eng zusammenarbeite. Und ich möchte, dass sie mich kennenlernen. Nicht meinen Avatar. Ich möchte, dass sie meine Stimme hören, mit all ihren kleinen Unperfektheiten, und sehen, wer hinter den Inhalten steckt. Genau das unterrichte ich auch in der Masterclass: Es muss nicht perfekt sein, einfach mal machen. Und das gilt eben auch für mich. Vielleicht wäre ein KI-Video genauso verständlich gewesen. Vielleicht hätte niemand einen Unterschied bemerkt. Aber mir hätte die persönliche Verbindung gefehlt, die für mich zum gemeinsamen Lernen dazugehört. So hätte es ausgesehen, mit meinem KI-Avatar. Sie lächelt übrigens deutlich mehr als ich bei der Videoaufnahme. Also habe ich mich vor die Kamera gesetzt. Und auf Aufnahme gedrückt. Die ersten beiden Videos sind im Kasten, nur noch fünf to go. Was gebe ich ab? Und was behalte ich? Diese Woche hat mich wieder daran erinnert, dass ich nicht alles automatisieren soll, nur weil ich es kann. Meine persönliche Regel wird immer klarer: Was mir Arbeit abnimmt, ohne dass etwas Wesentliches verloren geht, darf KI übernehmen. Was die Beziehung zu den Menschen stärkt, mit denen ich arbeite, möchte ich selbst machen. Die Videos aufzunehmen kostet mich extrem viel Zeit und Überwindung. Aber weil Claude mir die Folien so schnell gebaut hat, kann ich diese Zeit jetzt ganz bewusst investieren. Und vielleicht ist genau das der Punkt: Manchmal muss man eine Aufgabe behalten, obwohl man sie überhaupt nicht gerne macht. ✍️ Jetzt bist du dran Schau dir deine Aufgaben für die kommende Woche an. Welche davon würdest du gerne an KI abgeben? Und wo macht es einen Unterschied, dass du persönlich dahintersteckst? Du kannst auch diesen Prompt ausprobieren: „Hilf mir, meine Aufgaben für die kommende Woche zu sortieren. Frage mich zunächst nach meinen wichtigsten Aufgaben. Unterscheide dann zwischen Aufgaben, die ich sinnvoll mit KI erledigen kann, und solchen, bei denen meine persönliche Erfahrung, mein Urteil oder die Beziehung zu anderen Menschen besonders wichtig sind. Hinterfrage meine Entscheidungen und hilf mir, bewusst zu wählen, was ich abgebe und was ich behalte.“ Mich würde interessieren: Welche Aufgabe könntest du längst mit KI erledigen, machst sie aber trotzdem lieber selbst? Schreib mir, ich lese jede Antwort. Bis nächste Woche, ❤️ aus Venice Beach Simone P.S. Falls du nicht nur meinen Newsletter lesen, sondern selbst ins Machen kommen möchtest: Am 12.11.2026 startet meine Future-Ready Leaders Masterclass mit der Bitkom Akademie. Wir arbeiten in einer kleinen Gruppe daran, KI sinnvoll in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren, mit den Tools, die du nutzen kannst, und mit vielen praktischen Übungen und Raum für Fragen. Ein paar Plätze sind noch frei. Und ja, dann siehst du auch meine Videos, mit mir persönlich statt mit meinem KI-Avatar. Hier geht's zur Anmeldung |
Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.
Happy Saturday Reader! Letzte Woche habe ich mir ein Webinar-Recording von Allie K. Miller angeguckt: „Building Your AI Workforce (with Mark Cuban)“ (kostenlos, mit Anmeldung, aber es lohnt sich). Sie zeigte ihre KI-Armee: ein Organigramm mit 34 Agenten. Ihre Agenten heißen unter anderem Chandler, Rachel und Monica und machen aus einer einzigen Sprachnachricht elf fertige Texte. Quelle: Allie K. Miller, „Building Your AI Workforce (with Mark Cuban)“ Ich war sofort Feuer und Flamme. „Das will...
Was das mit meinem Abi-Treffen zu tun hat Happy Saturday Reader! Ich schreibe dir heute nicht aus meiner kleinen Garage in Venice, sondern aus Gärtringen. Nach dem Oktoberfest in München ging es weiter zu meinem 30-jährigen Abiturtreffen. Zurück ins Schwabenland, wo meine Mutter und mein Bruder noch immer leben. Irgendwie auch zurück in mein altes 12-Quadratmeter-Kinderzimmer. Mein erster Gedanke: „Wow, bin ich alt geworden!“ Danach habe ich im Keller meine alte Abi-Zeitung gefunden. Beim...
Muss ja nicht gleich ein Marathon sein. Happy Sunday Reader! „Erstelle mir einen Trainingsplan für einen Marathon." Mit diesem Satz starteten drei Frauen in meinem Workshop diese Woche. ChatGPT lieferte sofort einen Plan. Sechs Trainingstage. Für jemanden, der nur am Wochenende Zeit hat. Na, das fängt ja gut an. 😉 Die drei hätten an dieser Stelle sagen können: „Siehst du, KI bringt mir nichts." Stattdessen erklärten sie genauer, für wen der Plan gedacht war: „Ich bin 49, absolute Anfängerin...