#66 Back to School: Meine Learnings von der AI-First Konferenz


Happy Saturday Reader!

Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach – da, wo meine Gedanken fließen und die KI-Magie beginnt.

Diese Woche habe ich mir 2 Tage lang Platz in meinem vollen Kalender geschaufelt und 12h lang die Schulbank in Sachen KI gedrückt – und zwar bei der AI-First Virtual Konferenz von Allie K Miller.

Die Konferenz war "high-energy" und "advanced" – und ehrlich gesagt hat mein Kopf sowas von geraucht. Das lag nicht nur am Thema, sondern auch am Format: 6h pro Tag mit 5 Minuten Pause und einer Lunch-Break von 20 Minuten.

Kein Wunder, dass mein Gehirn am Ende schrie: Hilfe, Information Overload!


Was ich über mich gelernt habe

Egal auf welcher Lernstufe du in Sachen KI stehst – es fühlt sich immer gleich an, wenn man seine Komfortzone verlässt und seinen Lernmuskel stretcht: scary, super überfordernd, und dieses Gefühl von "Ich bin sowas von hinterher im Vergleich zu allen anderen." 😊

Und das war mal wieder eine gute Erinnerung daran, wie sich viele meiner Frauen in der Bitkom-Masterclass am Anfang fühlen, wenn sie beschließen, sich auf ihre eigene Lernreise in Sachen KI zu machen.


Die 5 Lernphasen der KI-Nutzung

Diese Lernreise hört nie auf – auch nicht, wenn man eine Phase erreicht hat, in der man wie ich in Systemen und Workflows denkt. Wo vom CEO-Buddy bis zum Workshop-Designer meine Assistenten mir die Arbeit nicht nur schneller, sondern auch besser abnehmen.

Mein eigenes Lernziel für dieses Jahr? Von Phase 4 auf Phase 5 kommen – Agenten.

Alle reden darüber, aber so richtig weiß noch keiner, wie das in der Zukunft alles funktionieren soll.

Felix hat dazu eine richtig gute Übersicht zu den 5 Phasen der KI-Nutzung erstellt.
👉 Auf welcher Lernphase mit KI möchtest du in diesem Jahr ankommen?


Wie man beginnt (oder wieder neu einsteigt)

Obwohl die Konferenz in Lichtgeschwindigkeit von Phase 1 zu Phase 5 gesprungen ist, wurde eins nochmal deutlich:
Ohne Basics kein Fortschritt.

Wenn du die Grundlagen noch nicht richtig kannst – wie man sauber einen Prompt schreibt, wie man ein Tool wie ChatGPT wirklich nutzt – dann musst du da nochmal ran. Sonst wird’s schwer mit Assistenten, Automationen oder sogar Agenten.

Die besten Einstiegstipps von der AI-First Konferenz - Schritt für Schritt:

  • Starte klein – One Input → Multiple Outputs
    Wähle eine einfache Aufgabe und probier sie in einem Tool wie ChatGPT Plus, Claude oder Gemini. Zum Beispiel eine E-Mail formulieren, ein Meeting zusammenfassen oder Ideen sammeln. (Und ja – wer es ernst meint, muss die 20 $/Monat investieren.)
  • Mach es zur Gewohnheit
    Wenn du merkst, dass es funktioniert, nutze dasselbe Tool für ein paar weitere Aufgaben im Alltag. Z. B. mehrere Versionen aus einer Anfrage: E-Mail, Social Media Post, Meeting-Notizen.
  • Gehe tiefer mit einem Spezial-Tool
    Fühlst du dich sicherer, ergänze ein Tool für deine Branche: Canva AI, Elevenlabs, HeyGen etc. Nicht überall ein bisschen, sondern gezielt dort, wo du ein echtes Problem lösen willst.
  • Skaliere mit mehreren Tools
    Mit der Zeit verknüpfst du Tools in deinem Workflow. Spätestens dann wird KI Teil deiner Arbeitsweise, nicht nur für einzelne Aufgaben.
  • Problem-First statt AI-First
    Lauf nicht jedem neuen Tool hinterher. Frag dich: Welches Problem will ich lösen? Und dann such dir die passende KI-Tools dafür.

Diese Basics sind so wichtig, dass ich einen eigenen KI Quickstarter Guide entwickelt habe, der jetzt als Bonus-Lernmodul in meine Bitkom Future-Ready Woman Masterclass im Oktober integriert wird – weil ich gesehen habe, dass so viele meiner Teilnehmerinnen gerade da noch große Fragezeichen haben.


Achtung: Dieser Prompt hat es in sich

Zwischen Konferenz, 20-Minuten Lunch Break und dem üblichen Venice Beach Mama-Wahnsinn habe ich einen Prompt in ChatGPT ausprobiert, der mich komplett rausgeholt hat:

Now that you have the memory of all of our past chats, tell me something that roasts me deeply, but also give me one life-changing advice to live a better, more fullfilling life as a [solopreneur and mom]"

Ich hab ihn einfach mal in meinen Chatbot kopiert – so zwischen Tür und Angel – und wow. Wenn ihr wie ich die Memory-Funktion bei ChatGPT aktiviert habt: ACHTUNG.

Stellt diesen Prompt nur, wenn ihr Zeit und Energie habt, das Feedback sacken zu lassen.

Mein Tag war danach völlig anders getaktet – im besten Sinne. Also erstmal eine Runde um den Block, ohne Handy, nur ich und meine Gedanken.

Und ja: Im KI-Zeitalter einfach mal auf Stopp drücken – absurderweise ausgelöst durch KI.
🔄 Tune in statt Burnout.

Hat dich deine Antwort auch so zum Nachdenken gebracht wie mich?


Jetzt bist du dran

Was ist dein KI-Lernziel für dieses Jahr?

🌀 Verstehst du, in welcher Phase du gerade bist – und wohin du willst?

Wenn du deinen Lernweg nicht alleine gehen willst und in 5 Wochen von Phase 1 auf 3 oder 4 kommen magst, melde dich gerne bei mir. Vielleicht ist die Bitkom Future-Ready Woman Masterclass genau das Richtige für dich.
Hier teile ich alle meine Templates, Insights und wie ich mein eigenes KI-System aufgesetzt habe.

Aber die echte Transformation passiert nicht durch meine Hacks & Tools. Sie passiert, weil wir zusammen in einem Safe Space lernen, ausprobieren, Fehler machen, feiern – und voneinander lernen.


Zum Schluss – eine Frage, die hängen bleibt

Am Ende der Konferenz wurde Allie K. Miller gefragt, ob sie glaubt, dass sich die „Delta“ – also die Lücke zwischen denen, die KI erfolgreich einsetzen, und denen, die zurückfallen – eher schließt oder weiter öffnet.

Ihre ehrliche Antwort mit tränen­erstickter Stimme: „Es fühlt sich so an, als würde das Delta wachsen.“

Und genau deshalb gab sie uns allen einen Auftrag mit:
Jede:r von uns kann etwas tun, um diese Lücke zu verkleinern.

Dafür braucht es keine großen Social-Media-Posts. Schon wenn du das Gelernte mit einer Kollegin, einem Kunden oder einfach der Person neben dir im Bus teilst – hat das Wirkung.

Und genau das mache ich heute mit diesem Newsletter. Vielleicht teilst du ja auch ein Learning aus diesem Newsletter mit deiner Familie, deinen Arbeitskolleg:innen oder der Sitnachbarin auf dem Heimweg.

In diesem Sinne,
❤️ aus Venice Beach
Simone

Future-Ready Woman

Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.

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