#71 Meine KI-Bedienungsanleitung


Happy Sunday Reader!

Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach, dort, wo meine Gedanken fließen und Ideen entstehen.

In den letzten Wochen habe ich euch von meinem KI-Upgrade für den Jahresrückblick erzählt und wie ich mir einen Coach gebaut habe, der mich mit meinen eigenen Worten spiegelt. Der Test mit der Speaking-Anfrage hat gezeigt: Es funktioniert.

Aber dann saß ich vor all meinen Dokumenten und dachte: Was mache ich jetzt mit diesem ganzen Wissen über mich? Meine Muster, meine Werte, meine Grenzen, alles verstreut in verschiedenen Notizen.

Und so ist mein Use Case dieser Woche entstanden: eine Bedienungsanleitung über mich selbst. Ein README-File, das ich meinem KI-Team zur Verfügung stelle, damit es wirklich versteht, wie ich ticke.

Vom Kontext zum README-File

Letzte Woche habe ich in meinem Newsletter geschrieben: Nicht das Tool ist der Hebel, sondern der Kontext, den du dem System gibst. Die Bedienungsanleitung ist der nächste logische Schritt. Sie bündelt alles, was mein KI-Team über mich wissen muss, in einem einzigen Dokument.

Der ursprüngliche Auslöser war Thomas Hefkes Post über seine Bedienungsanleitung, ganz ohne KI. Ich dachte mir: Das muss doch heute auch anders gehen. Dann habe ich mich von Allie K. Miller und Ruben Hassid auf LinkedIn inspirieren lassen und mich via Claude interviewen lassen. Über 100 Fragen, eine nach der anderen. Hier ein paar Beispiele:

  • Welche Erfahrung macht mich glaubwürdig, die andere nicht kopieren können?
  • KI hilft mir bei… Menschlich bleibt…
  • “Confident me” in 3 Wörtern vs. “Anxious me” in 3 Wörtern
  • KI-Floskeln, die ich nie nutze

Nach über 4 Stunden war ich fertig, fix und fertig, um es genau zu nehmen, obwohl ich zum Diktieren meiner Antworten Wispr Flow genommen habe. Glaubt nicht den KI-Gurus auf LinkedIn, die sagen, sie machen das mal eben beim Spaziergang. Es hat sich angefühlt wie eine Life-Coaching Session.

Aber das Ergebnis: Wow, mein ganzes Ich in ein Markdown-File gepackt. Krass, oder?

Jetzt muss ich mir überlegen, wie ich dieses Markdown-File in meine KI-Arbeit und mein System einbinde. Puh, eine neue Frage, um die ich mich nächste Woche kümmere.


Warum ich Use Cases nicht mehr alleine machen will

Hier ist die Wahrheit: LinkedIn ist voll von coolen Use Cases wie diesem. Ich sammle sie alle in meiner Keepsake Box für den Moment, wenn ich mal Zeit habe.

Und dann? Dieser Moment kommt einfach nicht.

Ich komme nicht ins Machen, obwohl ich will, weil gefühlt 1000 Dinge wichtiger sind.

Ich habe KI-Play-Sessions jeden Donnerstag in meinen Kalender geblockt. Der Tag kommt, und ich verschiebe. Kennst du das?

Deshalb habe ich mir gedacht: Ich brauche mehr Accountability. Ich suche Gleichgesinnte, denen es wie mir geht.

So ist die Idee vom KI-Buchclub entstanden. Anstatt ein Buch zu lesen, machen wir einmal im Monat zusammen einen Use Case aus der Praxis. Am Ende des Monats treffen wir uns live für 90 Minuten und teilen unsere Learnings in einem strukturierten Workshop, den ich führe wie in meinen Bitkom-Masterclasses.

So kommt am Ende auch was raus. Wir wachsen schneller zusammen als alleine. Und es macht viel mehr Spaß, als wenn ich alleine in meiner kleinen Garage sitze.


Bist du dabei?

Nächste Woche Donnerstag, 29. Januar (16-17:30 Uhr deutsche Zeit) geht es los. In der Session zeige ich dir live, wie ich meine Bedienungsanleitung erstellt habe und wie ich sie jetzt nutze.

Und wenn uns der KI-Buchclub nach dieser ersten Session Spaß macht? Dann suchen wir für Februar zusammen den nächsten Use Case aus. Jeder kann Ideen einbringen, eben wie im Buchclub.

25€ (Founding-Member-Preis) für 90 Minuten Live-Workshop mit Q&A und Recording.

​Hier geht es zur Anmeldung.​

❤️ from Venice Beach

Simone

Future-Ready Woman

Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.

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