#68 Meine KI-Lernreise – und wie du deine in 2026 starten kannst!


Happy Saturday Reader!

Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach, dort, wo meine Gedanken fließen und die KI-Magie beginnt.

In den letzten Monaten war es hier allerdings ziemlich still.

Vielleicht hast du dich gefragt, wo ich war. Oder es ist dir gar nicht aufgefallen: kein Newsletter, kein LinkedIn-Post, keine Stimme aus der Garage.

Versteh ich total. Geht mir genauso – bei der Informationsflut, die jeden Tag auf uns einprasselt.

Ich war allerdings da – nur eben still.
Nicht auf Social Media, nicht auf der Bühne.

Nach Monaten voller Konferenzen, Workshops und Business-Reisen (Oktoberfest, MyWay, Silicon Valley mit der Media Pioneer Delegation, KI-Workshops) war mein Akku leer.

Aber nicht im klassischen Sinne von Erschöpfung.
Es war ein anderes Leer.

Eines, bei dem ich gemerkt habe: Ich will nicht mehr so laut schreien, so schnell rennen wie all die anderen KI-Expert:innen da draußen.

Ich höre mich selbst nicht mehr. Ich brauche eine KI-Pause.

Und für alle, die heute lieber zuhören oder schauen wollen, habe ich meine Reflexionsreise in einem kurzen NotebookLM-Video festgehalten.

video preview

Als KI mich überrollte

Und dieses Gefühl habe ich besonders stark im Silicon Valley gespürt. Dort traf ich viele der „KI-Gurus“ persönlich.
KI rast an dir vorbei, in einem Tempo, bei dem kaum noch ein ethischer Kompass mithält. Alles dreht sich um Effizienz, Geschwindigkeit, den nächsten großen Hype.

Aber was das mit uns als Menschen macht – das bleibt oft außen vor. Keine Zeit, keine Reflexion. Jeder will nur der Erste sein.

Und plötzlich spürte ich selbst auch wieder diese innere Unruhe, obwohl ich seit Jahren mit KI arbeite. Ich fühlte mich wie beim Skifahren, wenn du als Letzte keuchend zur Gruppe aufschließt – und direkt wieder los musst.

Kennst du dieses Gefühl?


Von „KI ist da“ bis „KI arbeitet für mich“

Ich wollte das plötzlich nicht mehr. Nicht mehr nur reagieren. Nicht mehr kopflos hinterherrennen.

Ich wollte gestalten – ja.
Aber in meinem Tempo.

Mit Haltung.
Also habe ich auf meine Stopptaste gedrückt.

Diese Pause war kein Rückzug von KI.Sie war ein Zurück-zu-mir.

In dieser Stille habe ich begonnen, meine eigene KI-Lernreise noch einmal bewusst zu betrachten.
Nicht als Sprint. Sondern als Metamorphose. Eine, die Zeit braucht.


Meine KI-Lernreise

Eine Reise, die vor über drei Jahren mit dem Launch von ChatGPT begonnen hat. Auf jeder Stufe gab es Zweifel, Stolpersteine und innere Unruhe. Manchmal auch Angst. Jedes Mal, wenn sich etwas nicht mehr stimmig anfühlte, wusste ich: Es ist Zeit, innezuhalten, bevor ich weitergehe.

Ich erinnere mich gut an meine Anfangsphase. Alles gleichzeitig, alles sofort. Tools testen, Prompts kopieren, bloß nichts verpassen. Und trotzdem habe ich den Nutzen nicht gespürt. Ich war nicht wirkungsvoller. Nur beschäftigter.

Bis ich begriffen habe: Ich muss meine eigene Stimme finden.
Nicht nur reagieren, sondern gestalten.

Also fing ich an, meine eigenen Prompts zu schreiben. Oder besser: zu sprechen. Ich baute mir eine Toolbox, die wirklich zu mir passt. Ich erkannte, dass 95 Prozent meiner Arbeit über ChatGPT Plus laufen und alles andere nur gezielt ergänzt.

Dann kam die nächste Stufe. Ich begann, eigene Custom GPTs zu bauen. Nicht, weil ich technikverliebt bin, sondern weil ich gemerkt habe, dass gute Zusammenarbeit Kontext braucht. Und dass ich keine Lust hatte, mich ständig zu wiederholen.

So entstanden meine ersten KI-Assistent:innen: mein CEO-Buddy, mein Newsletter-Coach, mein mentaler Fitnessbegleiter.

Und heute?
Heute arbeiten diese Assistent:innen zusammen. Ich baue Automatisierungen, Tech-Stacks, erste Agenten. Sie denken mit. Sie sortieren. Sie strukturieren. Sie nehmen mir echten Mental Load ab.

Meine Rolle dabei?
Ich führe. Ich entscheide. Ich überprüfe Ergebnisse. Wie eine Solopreneurin mit einem Team, das rund um die Uhr für mich da ist.

Und das Beste:
Sie werden jeden Tag besser.


Tune In – eine Lernstufe, die du nie überspringen darfst

Und genau hier habe ich etwas Wichtiges verstanden:

Tune In ist keine Phase, die man einmal durchläuft und dann abhakt. Es ist eine Lernstufe, zu der ich immer wieder zurückkehre. Und eine, die man niemals überspringen sollte.

Tune In bedeutet für mich: innehalten.
Nicht im Vergleich versinken.
Nicht aufspringen, nur weil „alle jetzt Agenten bauen“.

Sie bringt mich zurück zu meinem eigenen Rhythmus. Sie erinnert mich daran, dass diese Lernreise meine ist. Nicht die der anderen.

Ich frage mich heute nicht mehr: Was machen die anderen?
Sondern:

  • Was will ich wirklich mit KI besser machen in meinem Leben?
  • Welche Aufgaben darf KI übernehmen, damit ich leichter leben und arbeiten kann?
  • Und wo braucht es noch mich als Mensch. Mit Haltung, Klarheit, Menschlichkeit?

Genau hier beginnt für mich echtes Systemdenken. Nicht, weil man alles automatisieren sollte. Sondern weil man spürt, was man nicht mehr selbst machen will.


Jetzt bist du dran

Und vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, dir diese Frage auch selbst zu stellen.

Die ruhige Zeit vor Weihnachten eignet sich dafür besser als jeder neue Tool-Launch. Nicht für den nächsten Prompt. Nicht für das nächste Tech-Setup. Sondern für eine ehrliche Standortbestimmung.

👉 Wo stehst du auf deiner KI-Lernreise?
👉 Und was wäre dein nächster kleiner Schritt? Nicht der von anderen. Deiner.


Mini-Challenge für dich

Wenn du magst, probier das hier als kleine Mini-Challenge:

  • Geh 20 Minuten spazieren.
  • Öffne einen Voice-Chat mit ChatGPT oder einem Chatbot deiner Wahl.
  • Erzähl von deiner KI-Reise. Von Höhen, Zweifeln, Erkenntnissen.
  • Frag: „Was könnte mein nächster sinnvoller Lernschritt sein?“
  • Wenn du magst, dann lass dir wie ich von NotebookLM deine eigen KI-Lernreise als Video erstellen. Einfach nur deinen Text von ChatGPT bei NotebookLM hochladen und auf Video Overview in Studio klicken.

Und dann: Starte dein KI-Jahr 2026 in deinem eigenen Rhythmus.

Vielleicht gehst du diesen Schritt allein.
Vielleicht gehen wir ihn gemeinsam.

Wenn du magst, schicke mir doch deine Lernreise als Video! So bringen wir beide unser Flywheel in Bewegung.

❤️ from Venice Beach

Simone

Future-Ready Woman

Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.

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