|
Happy Sunday Reader! Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach – da, wo bei mir die KI-Magie beginnt. Wobei: Diese Woche war weniger Magie und mehr Durchhalten. Mein Mann ist seit gefühlt drei Wochen unterwegs. Ich bin allein mit den Kindern. Ich war krank. Und ehrlich gesagt habe ich einen Großteil der Woche im Bett verbracht – mit dem Handy in der Hand und LinkedIn offen. Schlechte Kombi. Was mich dabei wirklich genervt hat, waren nicht die Kinder. Die waren unglaublich lieb und hilfsbereit. Auch nicht meine Kopfschmerzen. Sondern diese verdammten Headlines, die mir erst richtig Kopfschmerzen gemacht haben. „Jetzt ChatGPT löschen.“ Ich folge diesen AI-Gurus und ich lerne viel von ihnen. Und trotzdem habe ich immer öfter das Gefühl, dass sie mich mit ihren „BREAKING NEWS“ anschreien und mir jeden Tag aufs Neue das Gefühl geben: Du bist hoffnungslos hinterher. Kennst du das? „Ich lösche jetzt sicher nicht ChatGPT“Irgendwann dachte ich: Also bitte. Nein. Ich habe jahrelang in ChatGPT investiert. Das ist nicht ein Tool. Warum sollte ich das jetzt alles löschen und wieder neu aufbauen in einem anderen "hot" Tool, nur weil irgendwer auf LinkedIn mir das sagt. Das ist doch totaler Quatsch. …und trotzdem habe ich mich überreden lassenUnd ja – jetzt kommt der Teil, der mich im Nachhinein selbst nervt. Weil sie alle so laut waren, dachte ich: "Okay. Irgendwas muss da ja dran sein." Also habe ich mich reingefuchst. Und am Ende war ich ehrlich stolz auf mich. Ich habe verstanden, wie Agenten in Zukunft wirklich Arbeit übernehmen können. Ich dachte: Okay. Die Arbeit war nicht umsonst. Und dann kam … schon wieder das NächsteKaum hatte ich das halb verdaut, ploppte das nächste „viel einfachere“ Claude Cowork Interface auf. Und ja: Ich habe zugesehen, wie meine Dokumente sortiert wurden. Rechnungen entstanden. Proposals geschrieben wurden. Während ChatGPT immer auf mich wartet, arbeiten diese neuen agentischen Tools einfach los. Mit Schedules. Ich dachte: Krass. Das ist die Zukunft. Und dann: schon wieder das NächsteUnd genau in diesem Moment habe ich gestreikt: "Jetzt reicht’s." Schon wieder wechseln? Und da war sie. Diese tiefe, innere KI-Müdigkeit. Mir reicht’sIch saß da und dachte:" Ich habe echt keinen Bock mehr." Keinen Bock, mich jede Woche in neue Tools einzuarbeiten. Also habe ich endlich wieder das gemacht, was ich eigentlich predige. Ich habe mich hingesetzt und mir selbst an die Nase gefasst. Es sind nicht die verdammten ToolsJa, die Tools ändern sich ständig. Aber das ist nicht der Grund, warum mich das alles so nervt. Was ich kapiert habe: Ich habe mir bisher für jedes Tool ein eigenes System gebaut. Ein System nur für ChatGPT. Was ich aber brauche, ist kein System für ein Tool. Ich brauche ein System für KI. Punkt. Das System, das alles trägtWas ich wirklich brauche: – Einen Ort für all meine Templates Diese Readme ist keine Tool-Dokumentation. Sie ist eine Bedienungsanleitung für mich. Für jede KI, mit der ich heute arbeite – und morgen arbeiten werde. Das heißt: Sie darf nicht irgendwo in einem Tool versteckt sein. Sie muss auffindbar, teilbar und wiederverwendbar sein. Und genau das habe ich diese Woche gemachtIch habe Inventur gemacht. Stattdessen ist ein zentrales KI-System entstanden. Eins, das allen Tools sagt: Damit jedes zukünftige „Hot-Shit-Tool“ für mich funktionieren kann – und nicht umgekehrt. Und deshalb lebt die erste Version meines KI-Systems ganz bewusst lokal auf meinem Rechner. In einem Ordner auf meinem Desktop. Jedes KI-Tool bekommt nur dann Zugriff, wenn ich es erlaube – und mein Kontext bleibt dort, wo er hingehört: bei mir. Mein Take-away für dichWenn du gerade auch KI-müde bist von all dem Geschrei da draußen: Vielleicht fehlt dir – wie mir – einfach das System darunter. Wie ein Rubik’s Cube: nicht weniger Farben. Nur jede an ihrem Platz. Jetzt bist du dranFrag dich mal ehrlich: – Wo lässt du dich gerade zu sehr von außen treiben? Vielleicht ist dein nächster Schritt nicht das nächste Tool ausprobieren. Sondern ein Ort, an dem dein Wissen endlich zentral zuhause ist. ❤️ from Venice Beach Simone |
Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.
Happy Saturday Reader! Es war hier etwas still in den letzten Wochen, und das hat einen Grund: Ich habe wieder intensiv mit Unternehmen gearbeitet und maßgeschneiderte Workshops & Webinare gehalten. Viel live unterrichtet. Viele Fragen gehört. In viele Gesichter gesehen, die alle dasselbe ausgestrahlt haben: Neugier.Und Überforderung gleichzeitig. Und genau deshalb habe ich heute etwas zu sagen. Warum alle feststecken In den letzten Wochen habe ich eines immer klarer verstanden: Die meisten...
Happy Sunday Reader! Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach, wo wie immer die KI-Magic beginnt. Diese Woche stand in unserem Haus alles im Zeichen von Valentinstag. Und plötzlich stand ich vor einer größeren Frage, als ich je erwartet hätte: Was zählt eigentlich mehr – die Hand oder das Herz?Ist ein Brief nur dann echt, wenn er handgeschrieben ist? Oder darf auch KI helfen? Glitzer, Kleber und eine ehrliche Frage Meine Tochter saß am Esstisch. Vor ihr ein...
Happy Sunday Reader! Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach, dort, wo meine Gedanken fließen und Ideen entstehen. In den letzten Wochen habe ich euch von meinem KI-Upgrade für den Jahresrückblick erzählt und wie ich mir einen Coach gebaut habe, der mich mit meinen eigenen Worten spiegelt. Der Test mit der Speaking-Anfrage hat gezeigt: Es funktioniert. Aber dann saß ich vor all meinen Dokumenten und dachte: Was mache ich jetzt mit diesem ganzen Wissen über...