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Happy Sunday Reader! Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach, wo wie immer die KI-Magic beginnt. Diese Woche stand in unserem Haus alles im Zeichen von Valentinstag. Und plötzlich stand ich vor einer größeren Frage, als ich je erwartet hätte: Was zählt eigentlich mehr – die Hand oder das Herz? Ist ein Brief nur dann echt, wenn er handgeschrieben ist? Oder darf auch KI helfen? Glitzer, Kleber und eine ehrliche FrageMeine Tochter saß am Esstisch. Vor ihr ein Stapel Valentinstagskarten für ihre Freundinnen. Stifte überall, Glitzer und Kleber an den Fingern. Aber nach der zweiten Karte hörte sie bereits auf. Sie sah mich an und fragte: „Mama, darf ich den Computer nehmen?“ „Warum?“, fragte ich. „Weil das Schreiben von Hand mich so viel Kraft kostet“, erklärte sie. Ich habe das bei meiner Tochter schon öfter beobachtet: Irgendwann finden die Worte in ihrem Kopf nicht mehr den Weg aufs Papier. Die Gedanken sind da. Die Gefühle auch. Aber die Brücke zwischen Kopf und Hand ist für sie schlicht anstrengender als für andere Kinder. Mit ihrer Frage im Kopf musste ich an etwas denken, das ich am selben Tag gelesen hatte. Was die Forschung sagt (und was sie nicht sagt)In einem Newsletter von The Automated ging es um eine Studie, die gerade rund um Valentinstag viel zitiert wird: Wer KI nutzt, um Liebesbriefe oder sehr persönliche Nachrichten zu schreiben, fühlt sich schuldig. Die Forscher nennen das „Source-Credit Discrepancy“. Also die Lücke zwischen dem, wer die Worte wirklich geschrieben hat, und wem sie zugeschrieben werden. Fünf Experimente, Hunderte Teilnehmer, immer dasselbe Muster: Ich kenne selbst dieses Gefühl. Dieses leise „Hmm, das bin eigentlich nicht ich“, wenn man einen Satz übernimmt, der gut klingt, aber nicht aus dem eigenen Inneren kommt. Und genau mit dieser Studie im Hinterkopf saß ich nun meiner Tochter gegenüber. Mein erster Impuls war: "Nein". Irgendwie unpersönlich, wenn der Computer schreibt. Was die Studie allerdings nicht sagt: Wie fühlt es sich an, wenn KI nicht meine Stimme ersetzt, sondern mir nur dabei hilft, sie überhaupt hörbar zu machen? Mein erster Reflex und warum er falsch warIn meinem Kopf lief sofort eine einfache Gleichung: Dazu kamen die typischen Gedanken: Wirkt das nicht faul? Zählt das weniger? Und dann habe ich gemerkt: Das war gar nicht ihre Frage. Meine Tochter wollte keinen Chatbot, der ihren Text für sie formuliert. Nur mit einem Werkzeug, das ihr hilft, sie aus ihrem Kopf herauszubekommen: Ein Weg, der weniger erschöpft. Also habe ich "Ja" gesagt. Was dann passiert istIch habe zugesehen, wie sie Karte für Karte gefüllt hat. Mit einer Freude, die vorher nicht da war. Nicht mit generischen Sätzen. Sie hat Sätze verworfen und neu formuliert, weil sie es genauer sagen wollte. Klarer. Persönlicher. Und zwei davon darf ich euch mit ihrer Erlaubnis zeigen. Und ehrlich gesagt: Sie waren persönlicher als alles, was nach der zweiten handgeschriebenen Karte noch gekommen wäre. Denn danach wäre nicht mehr Tiefe entstanden. Und wahrscheinlich der Satz: Es sind nicht die ToolsDie Studie hat recht. Wenn wir KI unsere Gefühle formulieren lassen und so tun, als wären es unsere eigenen, spüren wir innerlich, dass etwas nicht stimmt. Dieses Schuldgefühl ist ein ehrliches Signal. Aber sie beantwortet nicht die entscheidende Frage: Was ist, wenn das Tool mir nicht die Worte gibt – sondern mir hilft, meine eigenen Worte sichtbar zu machen? Ich arbeite jeden Tag mit KI. Und ja, manchmal übernehme ich einen Satz, der gut klingt, aber nicht wirklich meiner ist. Aber wenn ich KI nutze, um schneller zu dem zu kommen, was ich wirklich sagen will, fühlt es sich anders an. Dann fühlt es sich nach mir an. Nicht das Tool entscheidet, sondern DUDie Frage ist nicht: Darf ich KI für persönliche Dinge nutzen? Die entscheidende Frage lautet: Kommen die Worte von mir – oder von der Maschine? Das ist kein technisches Problem. Digital Fluency bedeutet für mich genau das: Vielleicht verläuft die Grenze nicht dort, wo du ein Tool öffnest. Sie verläuft dort, wo du aufhörst, selbst zu denken. Jetzt bist du dran:Valentinstag ist vorbei. Aber wer braucht schon diesen einen Tag im Jahr, wenn man Menschen auch an jedem anderen Tag sagen kann, dass man sie mag! Mit KI oder ohne, ganz egal. Meine Tochter hat an einem einzigen Nachmittag zwölf Karten geschrieben. From Venice Beach with ❤️ P.S. Unser erster KI-Buchclub wurde auf kommenden Donnerstag, den 19. Februar, 16–17:30 Uhr verschoben. Wenn du auch deine persönliche Bedienungsanleitung für KI schreiben willst, kannst du dich hier anmelden. |
Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.
Happy Sunday Reader! Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach – da, wo bei mir die KI-Magie beginnt. Wobei: Diese Woche war weniger Magie und mehr Durchhalten. Mein Mann ist seit gefühlt drei Wochen unterwegs. Ich bin allein mit den Kindern. Ich war krank. Und ehrlich gesagt habe ich einen Großteil der Woche im Bett verbracht – mit dem Handy in der Hand und LinkedIn offen. Schlechte Kombi. Was mich dabei wirklich genervt hat, waren nicht die Kinder. Die waren...
Happy Sunday Reader! Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach, dort, wo meine Gedanken fließen und Ideen entstehen. In den letzten Wochen habe ich euch von meinem KI-Upgrade für den Jahresrückblick erzählt und wie ich mir einen Coach gebaut habe, der mich mit meinen eigenen Worten spiegelt. Der Test mit der Speaking-Anfrage hat gezeigt: Es funktioniert. Aber dann saß ich vor all meinen Dokumenten und dachte: Was mache ich jetzt mit diesem ganzen Wissen über...
Happy Sunday Reader! Ich schreibe dir heute wieder aus meiner kleinen Garage in Venice Beach – dort, wo meine Gedanken fließen und Ideen entstehen. Letzte Woche habe ich euch in meinem Newsletter von meinem KI-Upgrade für meinen Jahresrückblick erzählt und von der Idee, mir für 2026 einen Coach zu bauen. Einen, der sozusagen in die Rolle von mir Ende 2026 schlüpft. Die Version von mir, die klarer entscheidet, ruhiger führt und weniger Ja sagt, wenn sie Nein meint. Ich habe das gemacht.Und...