#74 Vier Wege, wie ich am Besten KI lerne


Happy Saturday Reader!

Es war hier etwas still in den letzten Wochen, und das hat einen Grund: Ich habe wieder intensiv mit Unternehmen gearbeitet und maßgeschneiderte Workshops & Webinare gehalten.

Viel live unterrichtet.

Viele Fragen gehört.

In viele Gesichter gesehen, die alle dasselbe ausgestrahlt haben:

Neugier.
Und Überforderung gleichzeitig.

Und genau deshalb habe ich heute etwas zu sagen.


Warum alle feststecken

In den letzten Wochen habe ich eines immer klarer verstanden:

Die meisten wollen mit KI starten.
Aber sie wissen nicht, wie.

Nicht, weil sie nicht intelligent genug sind.
Sondern weil sie zu viele Optionen haben.

Zu viele Tools.
Zu viele Meinungen.
Zu viele „Das musst du jetzt unbedingt lernen“-Posts.

Und genau das führt zu dem, was ich bei so vielen Menschen sehe (und was auch du vielleicht kennst):

👉 Stillstand durch Überforderung.

Also habe ich mich hingesetzt und für mich reflektiert:

Wie lerne ich eigentlich selbst KI?

Hier sind meine vier Wege – ehrlich, ungefiltert, und mit meiner Einschätzung, für wen sie wirklich funktionieren.


Weg 1: Einfach selbst loslegen (DIY).

Der DIY-Weg.

Ich setze mich hin, öffne ChatGPT, starte eine Claude Cowork Session oder spiele mit NotebookLM.

Ich lerne, indem ich einfach mache.

Das klingt einfach – ist es aber nicht.

Denn dieser Weg kostet dich kein Geld…
aber extrem viel Zeit, Mut und Motivation.

Locker zwei bis drei Stunden am Tag.

Warum?

Weil du erst verstehen musst:

  • Wo du auf deiner Lernreise stehst
  • Was dein nächster sinnvoller Schritt ist
  • Welche Tools überhaupt zu dir passen
  • Welche Probleme du mit KI lösen möchtest

Wenn du das nicht weißt, verlierst du dich schnell.
Und genau das frustriert.

Meine ehrliche Einschätzung:​
Super für Fortgeschrittene.
Nicht realistisch für Menschen mit vollem Alltag und ohne KI-Wissen.

Mein Lerntipp für DIY: The AI Maker - Experimente zum Nachbauen, praktisch, kann ich empfehlen.


Weg 2: Kostenlose Inhalte.

YouTube. LinkedIn. Podcasts. Newsletter. Artikel.

Es gibt unendlich viel Content.

Und genau das ist das Problem.

Alles klingt:
„Gamechanger!“
„Revolutionär!“
„10x - das verändert alles!“

Und du sitzt da und denkst dir:
Ja… aber was davon hilft MIR jetzt wirklich?

Ich habe so viele Stunden in generischen kostenlosen Trainings verbracht.
Und mich danach einfach nur geärgert wieviel Zeit ich vergeudet habe.

Was mir heute hilft:

👉 Ich lasse KI für mich vorfiltern.

Ich habe mir eine Wissensdatenbank, ein „Second Brain mit KI“ gebaut, das:

  • Inhalte findet
  • Qualität nach meinen Kriterien bewertet
  • mir nur das zeigt, was für mich wirklich relevant ist
  • und mir Content schnell zusammenfasst

Manchmal lasse ich mir einfach nur das Transkript eines Videos mit KI zusammenfassen und entscheide dann, ob ich es überhaupt schauen will.

Meine Einschätzung:​
Funktioniert 100% – aber nur mit System.

Mein Lerntipp für kostenlose Inhalte: Der Newsletter von Allie K. Miller (in englischer Sprache) liefert mir seit Jahren regelmäßig spannende Informationen, super zusammengefasst und einfach erklärt ohne Hype.


Weg 3: Video-Kurse kaufen.

Klingt erstmal perfekt:
Flexibel. Selbstbestimmt. In deinem Tempo.

Aber Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal einen Online-Kurs wirklich beendet?

Ich habe selbst viele gekauft.
Und viele nicht fertig gemacht.

Nicht, weil sie schlecht waren.
Sondern weil das Leben dazwischenkommt.

Deshalb habe ich angefangen, meinen eigenen Lerncoach zu bauen, als mein Accountability-Partner, der mich erinnert, wenn ich nicht am Ball bleibe und mir Dinge erstellt wie:

  • Trainingspläne
  • Reminder im Kalender
  • Reflexionsfragen

Früher mit Custom GPT.
Heute interaktiv mit Claude Cowork.

Und trotzdem:

Wenn es stressig wird im Job, fällt genau dieser Lernweg trotz KI-Coach an der Seite als Erstes runter.

Meine Einschätzung:​
Gut für disziplinierte Lerner:innen mit wenig Zeit, die gerne alleine lernen.

Mein Lerntipp hier: Die AI First School von Felix Schlenther kann ich selbst empfehlen für alle, die diesen eigenen Biss und Selbstdisziplin mitbringen.


Weg 4: Gemeinsam lernen, live, in der Gruppe.

Der Weg, der bei mir immer funktioniert.

Live. In der Gruppe.

Ja, es ist:

  • teurer
  • zeitintensiver

Aber auch:

👉 der einzige Weg, bei dem sich wirklich etwas verändert.

Ich kenne das von meinem Krafttraining: Natürlich kann ich allein ins Fitnessstudio gehen. Aber ich brauche den Druck der Trainerin, das Anfeuern meiner Gruppe und das extra Bezahlen, damit ich wirklich hingehe. Mit KI lernen ist genauso.

Weil:

  • du Fragen stellst, die du dich alleine nicht traust
  • du merkst, dass alle dieselben Probleme haben
  • du sofort Feedback bekommst
  • du von allen anderen lernst
  • du mitgezogen wirst, wenn die Motivation mal runter geht

Und dieser Moment entsteht:
​„Ich check’s nicht“ → „Ahhh, jetzt klickt’s.“

Was viele unterschätzen:

Die Community danach.

Meine Alumnas kommen mich hier in LA besuchen.
Wir schreiben uns.
Wir helfen uns.

Das ist kein Kurs.
Das ist ein Netzwerk fürs Leben.

Meine Einschätzung:​
Der effektivste Weg. Punkt.

Allerdings nicht der bequemste Weg,

Meine Lerntipps für Cohort-basiertes Lernen in einer Community:

​Women Defining AI, eine Non-Profit-Community in Silicon Valley von Frauen für Frauen in KI mit richtig guten Kursen und Slack-Community für sehr wenig Geld (und einer Mission).

Oder trainiere mit mir: 🔗 Bitkom Future Ready Leaders – 6 Wochen, live, kleine Gruppe, echte KI-Transformation mit System startet am 16. April inklusive Bitkom-Zertifikat.


Der eigentliche Mindset-Shift

Wenn ich alle vier Wege zusammenfasse, dann ist die wichtigste Erkenntnis:

KI lernen kann jede.
Das Problem ist nicht die technische Fähigkeit.

Das Problem ist, dass die meisten noch nicht das richtige Lern-Setup für sich gefunden haben.
Eines, das wirklich zu ihrem Alltag, ihrem Energielevel und ihrem aktuellen Stand passt.
​

Statt dich also zu fragen:

„Welches Tool soll ich lernen?“

Frag dich lieber:

👉 „Wie lerne ich eigentlich am besten?“


Mini-Check für dich:

  • Habe ich gerade wirklich Zeit – oder brauche ich mehr Struktur?
  • Lerne ich besser alleine oder gemeinsam mit anderen?
  • Brauche ich gerade Inspiration – oder konkrete Umsetzung?

Wie lernst du am besten KI?

Schreib mir, was bei dir funktioniert.

Oder was nicht.

❤️ from Venice Beach

Simone

Future-Ready Woman

Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.

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