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Happy Friday Reader! Fünf Monate. Was eigentlich absurd ist. Ich kann jetzt Agenten mit meiner natürlichen Sprache in Claude Cowork oder Code an einem Nachmittag bauen. Vor einem halben Jahr musste ich hierfür noch Coding-Kenntnisse haben oder externe technische Hilfe dazu holen. Dashboards, Webseiten, meinen ganze Content-Management-Workflow habe ich bereits automatisiert und jeden Tag baue ich mehr. Eigentlich hätte ich 10x mehr Content produzieren können als je zuvor. Stattdessen habe ich komplett aufgehört zu schreiben. Da kam meine Sommerpause auf dem Segelboot genau zum richtigen Zeitpunkt, denn da hatte ich Dank meines Digital Detox mal so richtig Zeit zum Denken. Ich glaube, inzwischen weiß ich die Antwort. In den letzten Jahren habe ich sehr viel darüber gesprochen, was mit KI plötzlich alles möglich ist. Aber irgendwann hat sich die Frage verändert. KI kann meine Texte schreiben. KI kann recherchieren. KI kann meine E-Mails lesen. 💡 Wenn KI all diese Dinge kann, was davon will ich eigentlich noch selbst machen? Ich habe zum Beispiel versucht, mein komplettes Content-Management System zu automatisieren, inklusive meiner News-Recherche, die mich jeden Tag mindestens 2 Stunden kostet – 10 h pro Woche. Das lohnt sich. Ich lese ziemlich viel. Newsletter, Artikel, Research, Dinge aus komplett anderen Bereichen. Also ließ ich KI für mich lesen und mir jeden Morgen mit "Scheduled Tasks" einen persönlichen Media Brief erstellen. Es funktionierte perfekt. Denn ich hatte bei all meinem Automatisierungswahn etwas wichtiges übersehen: Lesen ist für mich nicht nur Informationsaufnahme. Lesen ist, wo ich denke und lerne. Ich lese einen Satz und erinnere mich an ein Gespräch. Ich widerspreche. Ich entdecke eine Verbindung. Ich werde neugierig. Ich ändere meine Meinung. Ich hatte eine Aufgabe automatisiert. Aber gleichzeitig hatte ich einen Ort automatisiert, an dem mein Denken entsteht. Und irgendwann habe ich verstanden: Vielleicht ging es mir beim Schreiben genauso. Wenn KI innerhalb von Sekunden einen ziemlich guten generischen LinkedIn-Post schreiben kann, was ist dann eigentlich noch meine Aufgabe? Noch mehr Content produzieren wie so viele da draußen auf LinkedIn die jeden Tag noch lauter schreien? Noch schneller? Noch effizienter? Nein. Ich möchte die Arbeit behalten, durch die etwas in mir entsteht: Mein Urteilsvermögen. Meine Expertise. Meine Beziehungen. Meine Neugier. Geschmack. Meine eigene Perspektive. Und ich möchte der KI die Dinge abgeben, die meine kostbare Energie verbrauchen und nichts von den oben genannten Dinge in mir entwickeln. Das ist für mich der Unterschied. Nicht: Was kann ich noch alles automatisieren? KI ist anders als andere Technologien. Deshalb glaube ich heute noch stärker an einen Satz, den ich schon lange benutze: Je leistungsfähiger KI wird, desto wichtiger wird die Frage: Was möchte ich ihr überlassen? Und was möchte ich auf keinen Fall wegoptimieren? Vielleicht musste ich erst fünf Monate nicht schreiben und still sein, um genau das zu verstehen. Jetzt habe ich wieder Lust darauf. Nicht um mehr Content zu produzieren. Sondern weil Schreiben einer der Orte für mich ist, an denen mein Denken entsteht. Und ich diese Gedanken mit euch teilen mag. Also. Und wer Lust hat mich wieder in meiner "I'm back" Mentalität live und in Farbe zu erleben: Ich halte ein kostenloses Webinar am 14. Sepember 2026 bei der Bitkom zum Thema "Vom KI-Overload zum klaren Workflow". Jetzt kostenlos registrieren → Love from Venic Beach Simone |
Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.
Happy Saturday Reader! Letzte Woche habe ich mir ein Webinar-Recording von Allie K. Miller angeguckt: „Building Your AI Workforce (with Mark Cuban)“ (kostenlos, mit Anmeldung, aber es lohnt sich). Sie zeigte ihre KI-Armee: ein Organigramm mit 34 Agenten. Ihre Agenten heißen unter anderem Chandler, Rachel und Monica und machen aus einer einzigen Sprachnachricht elf fertige Texte. Quelle: Allie K. Miller, „Building Your AI Workforce (with Mark Cuban)“ Ich war sofort Feuer und Flamme. „Das will...
Was das mit meinem Abi-Treffen zu tun hat Happy Saturday Reader! Ich schreibe dir heute nicht aus meiner kleinen Garage in Venice, sondern aus Gärtringen. Nach dem Oktoberfest in München ging es weiter zu meinem 30-jährigen Abiturtreffen. Zurück ins Schwabenland, wo meine Mutter und mein Bruder noch immer leben. Irgendwie auch zurück in mein altes 12-Quadratmeter-Kinderzimmer. Mein erster Gedanke: „Wow, bin ich alt geworden!“ Danach habe ich im Keller meine alte Abi-Zeitung gefunden. Beim...
Muss ja nicht gleich ein Marathon sein. Happy Sunday Reader! „Erstelle mir einen Trainingsplan für einen Marathon." Mit diesem Satz starteten drei Frauen in meinem Workshop diese Woche. ChatGPT lieferte sofort einen Plan. Sechs Trainingstage. Für jemanden, der nur am Wochenende Zeit hat. Na, das fängt ja gut an. 😉 Die drei hätten an dieser Stelle sagen können: „Siehst du, KI bringt mir nichts." Stattdessen erklärten sie genauer, für wen der Plan gedacht war: „Ich bin 49, absolute Anfängerin...