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Happy Saturday Reader! Mein Laptop ist am Dienstag wortwörtlich abgesoffen. Ausgerechnet an dem Tag, auf den ich mich seit drei Monaten gefreut hatte: die Kids sind zurück in der Schule und ich kann endlich mal wieder konzentriert durcharbeiten. Und dann, hole ich den Laptop aus meiner Handtasche. Ich klappe ihn auf und denke: komisch, die Tastatur ist ganz nass. Ich drücke den Knopf, und auf dem Display passiert das, was aussieht wie ein alter Fernseher mit Störung: bunte Linien, die reinkommen und wieder verschwinden. Eigentlich ein cooles digitales KI-Kunstwerk denke ich, wenn es nicht mein Laptop wäre. Dann wurde alles schwarz. Scheisse. Wasserschaden! Ich habe aus Versehen meine Wasserflasche in meiner Handtasche nicht richtig zugemacht. Ehrlich gesagt, was danach durch meinen Kopf ging, war nicht in dieser Reihenfolge, aber ungefähr so: 1. alle Reddit-Tipps zum Laptop-retten durchgelesen, kurz geweint, Laptop in Reis gepackt – ah, nicht anschalten, Mist, zu spät. 💡 Ich habe mir über die letzten sechs Monate ein ganzes neues KI-Betriebssystem lokal aufgebaut, ohne mir je bewusst zu werden, wie mein Backup eigentlich aussehen soll. Alle Dateien liegen in einem Ordner auf meinem Rechner: meine Kontextdateien und meine sogenannten „Skills", also Bedienungsanleitungen, die meinen KI-Agenten sagen, wie ich arbeite und was sie für mich tun sollen. Falls das Fachchinesisch für dich ist: Ein KI-Betriebssystem, manche nennen es „Second Brain", ist im Grunde nur ein Ordner mit Dateien. Deine KI-Tools bekommen einmal Zugriff darauf und wissen von da an, wer du bist und wie du arbeitest, ohne dass du es jedem Tool wieder neu erklären musst. Heute ist mein neuer Laptop angekommen. Als ich das Paket öffne, fühlt es sich plötzlich an wie der erste Schultag meiner Kids, wenn sie sich vornehmen: Dieses Schuljahr wird alles ordentlicher. Also habe ich mir die Frage gestellt, die eigentlich für alle spannend ist, die gerade erst mit KI anfangen: 💡 Wenn ich heute bei null starten würde, wie würde ich mit meinem heutigen Wissen mein KI-OS-System neu aufbauen? Und so sieht mein neues Upgrade aus: 1. Ein Ordner, dein neues Zuhause. Ich hab meinen „KI-OS" getauft. Liegt auf meinem Rechner und synct automatisch mit Google Drive, damit ich überall drankomme, ob ich am Schreibtisch sitze oder unterwegs bin. Ehrlich, mehr ist das nicht: leg dir einen neuen Ordner an, nenn ihn wie du willst, häng ihn an iCloud, Dropbox oder Google Drive. Fertig. Mehr braucht's nicht zum Loslegen. 2. Ein Dokument, das dich erklärt. Eine Datei, ein paar Sätze: wer du bist, wie du tickst, was dir wichtig ist. Das war's. Darauf baut alles andere auf, deswegen zuerst das. 3. Unterordner für deine Bereiche. Bei mir zum Beispiel Newsletter und Workshops, jeder mit seinen eigenen Regeln und seinem eigenen Kontext. Bei dir sieht das wahrscheinlich komplett anders aus, und das ist auch richtig so. 4. Skills für alles, was du wiederholst. Klingt technischer als es ist: einfach ein Workflow, den du einmal aufschreibst, damit du ihn nicht jedes Mal neu erklären musst. Und ganz ehrlich, ausmisten nicht vergessen. Ich hatte mir in den letzten Monaten rund 80 davon angeeignet, genutzt hab ich vielleicht zehn. Den Rest hab ich jetzt mutig gelöscht. 5. Und dann lässt du alle deine Tools ran. Claude, ChatGPT, egal, alle greifen auf denselben Ordner zu. Eine Sache noch: da drin liegt nur, was ich auch wirklich mit KI teilen mag. Nichts Privates. Ich bin super happy heute. Nicht nur, weil ich Glück im Unglück hatte und keine meiner Daten verloren gingen. Sondern auch, weil ich mein System endlich aufgeräumt habe und ich einen nagelneuen Laptop habe. Das fühlt sich richtig gut jetzt an, nach Spring-Clean im Herbst. Wenn du auch dein eigenes KI-System in unter 60 Minuten aufbauen oder ausmisten willst, diese zwei Ressourcen von Daria Cupareanu haben mir total geholfen, meins neu zu durchdenken: → One Folder, Every AI: Give Claude and ChatGPT the Same Memory and Context – wie du einen Ordner für mehrere KI-Tools gleichzeitig nutzbar machst. → Build a Claude Cowork Operating System in Under 60 Minutes – eine ausführlichere Schritt-für-Schritt-Anleitung, falls du tiefer einsteigen willst. Manchmal braucht es erst einen Wasserschaden um endlich ins Machen zu kommen, aber ich hoffe, ich habe dich heute inspiriert auch ganz ohne Unglück mal an deinem KI-System zu feilen. ❤️ from Venice Beach Simone |
Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.
Happy Saturday Reader! Letzte Woche habe ich mir ein Webinar-Recording von Allie K. Miller angeguckt: „Building Your AI Workforce (with Mark Cuban)“ (kostenlos, mit Anmeldung, aber es lohnt sich). Sie zeigte ihre KI-Armee: ein Organigramm mit 34 Agenten. Ihre Agenten heißen unter anderem Chandler, Rachel und Monica und machen aus einer einzigen Sprachnachricht elf fertige Texte. Quelle: Allie K. Miller, „Building Your AI Workforce (with Mark Cuban)“ Ich war sofort Feuer und Flamme. „Das will...
Was das mit meinem Abi-Treffen zu tun hat Happy Saturday Reader! Ich schreibe dir heute nicht aus meiner kleinen Garage in Venice, sondern aus Gärtringen. Nach dem Oktoberfest in München ging es weiter zu meinem 30-jährigen Abiturtreffen. Zurück ins Schwabenland, wo meine Mutter und mein Bruder noch immer leben. Irgendwie auch zurück in mein altes 12-Quadratmeter-Kinderzimmer. Mein erster Gedanke: „Wow, bin ich alt geworden!“ Danach habe ich im Keller meine alte Abi-Zeitung gefunden. Beim...
Muss ja nicht gleich ein Marathon sein. Happy Sunday Reader! „Erstelle mir einen Trainingsplan für einen Marathon." Mit diesem Satz starteten drei Frauen in meinem Workshop diese Woche. ChatGPT lieferte sofort einen Plan. Sechs Trainingstage. Für jemanden, der nur am Wochenende Zeit hat. Na, das fängt ja gut an. 😉 Die drei hätten an dieser Stelle sagen können: „Siehst du, KI bringt mir nichts." Stattdessen erklärten sie genauer, für wen der Plan gedacht war: „Ich bin 49, absolute Anfängerin...