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Happy Saturday Reader! Ich schreibe dir heute nicht aus meiner kleinen Garage in Venice, sondern aus Gärtringen. Nach dem Oktoberfest in München ging es weiter zu meinem 30-jährigen Abiturtreffen. Zurück ins Schwabenland, wo meine Mutter und mein Bruder noch immer leben. Irgendwie auch zurück in mein altes 12-Quadratmeter-Kinderzimmer. Mein erster Gedanke: „Wow, bin ich alt geworden!“ Danach habe ich im Keller meine alte Abi-Zeitung gefunden. Beim Durchblättern habe ich viel darüber nachgedacht, wie meine Zeit auf dem Gymnasium so war. Und wie viel sie damit zu tun hat, dass ich heute so leidenschaftlich andere Frauen beim Lernen mit KI stärken möchte. Warum ich dachte, ich sei nicht schlau Ehrlich gesagt war meine Schulzeit schwierig. Ich habe gelernt, mich angestrengt und wirklich viel gepaukt. Und in den Prüfungen konnte ich trotzdem nicht zeigen, was ich wusste. Auswendiglernen war die Art, wie alle Kinder bei uns an der Schule lernen sollten. Das Heft zu bunt angemalt und nicht „schön“ geschrieben: Notenabzug. Wer nicht reingepasst hat, hatte Pech. Ich war leider in dieser Gruppe. Bis zur Uni war ich überzeugt: „Ich bin einfach nicht so schlau wie die anderen.“ Erst mit Mitte 20 habe ich verstanden: So doof bin ich gar nicht. Ich lerne nur anders. Mir helfen eigene, bunte Notizen, Karteikarten, Mindmaps, Symbole. Ich muss etwas aufschreiben und dabei visuell meine eigenen Verbindungen herstellen, damit es hängen bleibt. Ich kann bis heute nichts auswendig lernen. Ich denke durch meine Finger. Aber nur, wenn es meine eigenen Gedanken sind. In der Schule war ich so beschäftigt damit, alles von der Tafel abzuschreiben, dass ich gar keinen Raum zum Denken hatte. Diese Aufgabe nimmt mir KI heute ab und gibt mir den Raum zurück. Wie ich heute mit KI lerne Ich lerne gerne, vor allem in Webinaren, am liebsten live. Mittlerweile läuft, wenn alle zustimmen, fast immer ein KI-Notetaker mit, Aufzeichnung und Folien bekomme ich hinterher. Ich habe also keine Angst mehr, etwas zu verpassen, und schreibe nur noch meine eigenen Gedanken auf. Oft Ideen, die gar nicht direkt mit dem Vortrag zu tun haben. Danach kommen Transkript, Folien und meine Notizen in einen Projektordner in ChatGPT oder Claude. Projekte gibt es inzwischen bei beiden auch in der kostenlosen Version. Oft verbinde ich noch Readwise, meine Read-later-App, und hole andere Gedanken dazu, die ich über Jahre zu diesem Thema in Büchern, Artikeln, Videos oder Podcasts gesammelt habe. KI hilft mir, das alles zu verknüpfen und Muster zu erkennen. Mit meinem Prompt (unten zum Kopieren) verbinde ich das, was mir jemand anderes beigebracht hat, mit meinem eigenen Wissen. Ich weiß nicht, was ich nicht weiß Manchmal bestätigt mir die KI nur, was ich schon weiß. Aber oft stellt sie mir Fragen, über die ich noch nie nachgedacht habe. Das funktioniert nicht nur mit Webinaren. Ein Beispiel? Genau dieser Newsletter. Ich habe mit KI tief in meine Schulzeit geschaut, um herauszufinden, warum ich damals so gelitten habe. Und ich habe mir Fragen stellen lassen wie: 💡 „Warum glaubtest du damals, dass du nicht schlau bist, und wer hat dir das gesagt?“ Dazu kamen Artikel und Erfahrungen von Menschen, die wie ich anders lernen als die meisten. Welche KI-Tools ihnen helfen, wie sie sich Dinge besser merken. Ich habe verstanden: Meine Noten in der Schule haben nie gezeigt, wie klug ich wirklich bin. Nur, wie schlecht ich auswendig lernen kann. Heute lerne ich so, wie es zu mir passt. KI hilft mir dabei, meine Ideen und Gedanken aus dem Kopf zu bekommen. Genau das möchte ich auch anderen Frauen mitgeben. ✍️ Jetzt bist du dran Nimm dir das nächste Webinar, die nächste Online-Schulung oder den nächsten Vortrag vor. Schreib nur deine eigenen Gedanken mit, nicht alles, was gesagt wird. Danach lädst du deine Notizen in ein Projekt in ChatGPT oder Claude, dazu die Folien und das Transkript, falls du sie bekommst. Kein Transkript? Deine Notizen und die Folien reichen. Bei Unterlagen aus der Firma kläre vorher, ob du sie hochladen darfst. Dann hängst du diesen Prompt an: „Fasse nicht den Vortrag zusammen. Zeig mir, welche Verbindungen es zwischen meinen Notizen und dem Inhalt gibt, und stell mir drei Fragen, mit denen ich tiefer einsteigen kann.“ 🛠️ Noch nie ein Projekt angelegt? In Claude: links auf „Projekte“, dann „Projekt erstellen“, Namen vergeben, Dateien hochladen. In ChatGPT geht es genauso über „Neues Projekt“ in der Seitenleiste. Schritt für Schritt erklärt es Allie K. Miller in ihrem kostenlosen E-Mail-Kurs (Englisch, Tag 4). Eine Frage an dich: Wie lernst du eigentlich am besten? Wusstest du das schon in der Schule, oder hast du es erst viel später herausgefunden? Schreib mir, ich lese jede Antwort. ❤️ aus dem Schwabenland Simone P.S. Worauf ich mich gerade besonders freue: meine neue Masterclass Future-Ready Leaders bei der Bitkom Akademie. Sie geht genau da weiter, wo dieser Newsletter aufhört. In Live-Online-Sessions baust du dir deinen eigenen KI-Assistenten, der zu deiner Art zu arbeiten passt. Ganz ohne Coding-Kenntnisse, mit 1:1-Coaching, deinem persönlichen Digital Fluency Index und einem Demo Day zum Abschluss. Hier findest du alle Infos und Termine. |
Hi, ich bin Simone Lis. Als Schwäbin in Kalifornien lebe ich im Dauer-Spagat zwischen Perfektionismus und Silicon-Valley-Wahnsinn, zwischen KI-Agenten und analoger Renaissance, zwischen Familie und Me-Time. Ich teile echte KI-Use Cases, Learnings, Fails und Aha-Momente auf meinem Weg zur Future-Ready Woman. Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Mit allen Ängsten, Zweifeln und hormonellen Achterbahnfahrten, die dazugehören, wenn man als Frau in der Lebensmitte trotzdem (oder gerade deswegen) ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben will.
Muss ja nicht gleich ein Marathon sein. Happy Sunday Reader! „Erstelle mir einen Trainingsplan für einen Marathon." Mit diesem Satz starteten drei Frauen in meinem Workshop diese Woche. ChatGPT lieferte sofort einen Plan. Sechs Trainingstage. Für jemanden, der nur am Wochenende Zeit hat. Na, das fängt ja gut an. 😉 Die drei hätten an dieser Stelle sagen können: „Siehst du, KI bringt mir nichts." Stattdessen erklärten sie genauer, für wen der Plan gedacht war: „Ich bin 49, absolute Anfängerin...
Mein Laptop ist abgesoffen. Es war das Beste, was mir passieren konnte. Happy Saturday Reader! Mein Laptop ist am Dienstag wortwörtlich abgesoffen. Ausgerechnet an dem Tag, auf den ich mich seit drei Monaten gefreut hatte: die Kids sind zurück in der Schule und ich kann endlich mal wieder konzentriert durcharbeiten. Und dann, hole ich den Laptop aus meiner Handtasche. Ich klappe ihn auf und denke: komisch, die Tastatur ist ganz nass. Ich drücke den Knopf, und auf dem Display passiert das, was...
Fünf Monate Stille – und warum ich jetzt anders über KI denke Happy Friday Reader! Fünf Monate.So lange habe ich keinen Newsletter mehr geschrieben.Auch auf LinkedIn wurde es irgendwann ziemlich still um mich. Was eigentlich absurd ist.Denn ausgerechnet in diesen fünf Monaten ist KI noch einmal so unglaublich viel besser geworden. Ich kann jetzt Agenten mit meiner natürlichen Sprache in Claude Cowork oder Code an einem Nachmittag bauen. Vor einem halben Jahr musste ich hierfür noch...